AEG: "Dann verkauft auch woanders!"

Monatelanger Protest und erhebliche Zugeständnisse der Arbeitnehmer haben nicht verhindern können, daß das Nürnberger AEG-Werk geschlossen wird. Die Produktion von Waschmaschinen, Wäschetrocknern und Geschirrspülmaschinen wird bis Ende 2007 stillgelegt werden. 1.750 Beschäftigte verlieren ihre Stelle.

Nach Angaben des Betriebsrats beschloß der schwedische Mutterkonzern Electrolux, die Produktion bei AEG in Nürnberg bis Ende 2007 komplett einzustellen. Sie wird nach Polen verlagert, wo Elektrolux billiger produzieren kann.

Das Konzernmanagement gab die Entscheidung des schwedischen Aufsichtsrats den wütenden Beschäftigten auf einer Belegschaftsversammlung bekannt. Als der zuständige Electrolux-Vorstand für die Europa-Produktion, Horst Winkler, die Nachricht offiziell überbringen sollte, wurde er von aufgebrachten Mitarbeitern verjagt.

Nach Angaben von Teilnehmern konnte der angereiste Manager nur: "Es tut mir Leid" sagen und mußte daraufhin unter dem lauten Proteststurm der wütenden Mitarbeiter fluchtartig den Saal verlassen.

Wir fordern: Wer hier in Deutschland verkaufen will, der soll auch hier produzieren. Und wer meint, wegen höherer Gewinne die Existenz hunderter deutscher Familien vernichten zu müssen, der sollte seine Produkte auch woanders und nicht mehr hier verkaufen. Ein Strafzoll durch den Staat, wäre die passende Antwort auf diese unsoziale Politik oder einfach der Boykott von Electrolux Produkten! Vor Weihnachten wäre dies die rote Karte für den Weltkonzern!





Wenn sich jeder in Deutschland daran halten würde, gäbe es solche Firmenschließungen bald nicht mehr.